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Essen in den Bergen über Maccagno

Die kurze Antwort: Wenn unten am See im August die Luft steht, fährst du hoch. Zwanzig Minuten über die Serpentinen, und es ist zehn Grad kühler. Für Polenta mit Wild gehst du zum Rifugio Forcora auf 1.179 Metern. Für die beste Küche des Hinterlands ins Smeraldo nach Dumenza. Für einen Hof mit eigener Käserei zur Fattoria Roccolo. Und für den Tag, den deine Gäste zu Hause erzählen, nimmst du die Seilbahn nach Monteviasco – ein Dorf, zu dem keine Straße führt.

Zwölf Grotti, Agriturismi und Rifugi im Hinterland – dazu ein Dorf, das keine Straße hat und seit 2025 wieder eine Seilbahn.

Nach Tal: Direkt über Maccagno: Lago Delio und Passo Forcora · Val Veddasca und Dumenza · Monteviasco: das Dorf ohne Straße · Valtravaglia und Tronzano

Direkt über Maccagno: Lago Delio und Passo Forcora

Der Stausee über dem Ort und der Pass dahinter. Beides erreichst du in zwanzig bis dreißig Minuten mit dem Auto, beides geht auch zu Fuß, wenn ihr den ganzen Tag habt.

Ristoro Lago Delio

Località Lago Delio – Grill und Bergküche
Oben am Stausee, mit Blick übers Wasser und einem Uferweg direkt vor der Tür. Grillküche, Polenta, Wild. Die Bewertungen sind gemischt, vor allem was den Service angeht – man kommt wegen des Orts und wegen der Wanderung, nicht wegen der Küche. Als Ziel eines Vormittags trotzdem eine gute Idee. Google Maps

Rifugio Forcora

Passo Forcora, 1.179 m – Berghütte
Auf dem Pass zwischen Veddasca und Dumenza, mit Panoramalage und Parkplatz fast vor der Tür. Polenta mit Wildschwein oder Reh, Waldbeerkuchen. Zu Fuß vom Parkplatz am Lago Delio in gut einer Stunde. Dienstags geschlossen. Google Maps

Val Veddasca und Dumenza

Das Tal hinter Maccagno, mit Weilern, die kaum jemand kennt. Hier wird gekocht, was oben wächst und läuft.

Ristorante Smeraldo

Dumenza, Via Fiume 3 – traditionelle Talküche
Die beste Adresse des Hinterlands, seit Jahren stabil bewertet. Wild, Pilze, und als Spezialität die Faraona alla creta – Perlhuhn im Tonmantel, nach einem historischen Rezept. Zwei Brüder in der Küche. Dienstags geschlossen, dazu eine variable Winterpause zwischen November und Januar. Anrufen: 0332 573 139. Google Maps

Fattoria Roccolo

Dumenza, Località Roccolo, 900 m – Agriturismo mit eigener Käserei
An der Straße von Dumenza nach Curiglia, am Nordhang des Monte Lema. Eigene Käserei: Toma, Ricotta, Mozzarella aus dem eigenen Stall, dazu Polenta mit Salsiccia, Brasato, Zicklein aus dem Ofen. Sehr wenige Gästebewertungen – nicht weil es schlecht wäre, sondern weil kaum jemand hinauffährt. Unbedingt vorher anrufen: 0332 568 477. Google Maps

Bar Trattoria Saredi

Armio, Via Giacomo Saredi 2 – Trattoria im Dorf
Das einzige Lokal in Veddasca, und ein gutes. Tortelli mit Ricotta und Schnittlauch, hausgemachte Wurstwaren, faire Preise. Klein, dörflich, freundlich – der Gegenentwurf zur Uferpromenade. Google Maps

Monteviasco: das Dorf ohne Straße

Nach Monteviasco führt keine Straße. Bis 2018 kam man mit der Seilbahn hinauf, dann stand sie nach einem tödlichen Unfall fast sieben Jahre still, und die Bewohner stiegen rund 1.400 Stufen. Seit dem 10. August 2025 fährt sie wieder.

Ristorante Il Vecchio Circolo

Monteviasco, Via dei Caduti 9 – lombardische Bergküche
Das bestbewertete Lokal im Dorf und dessen eigentlicher Mittelpunkt: Barbara und Roberto haben es während der ganzen Jahre ohne Seilbahn offen gehalten. Pizzoccheri, Sciatt, Polenta mit Wild, hausgemachte Desserts. Erreichbar nur mit der Seilbahn oder über die Treppe. Google Maps

Ristorante Il Camoscio Bellavista

Monteviasco – Alpenküche
Das zweite Haus im Dorf, mit Aussicht ins Tal. Alpine Küche mit Schweizer Einschlag. Auch hier gilt: Seilbahn oder Treppe, ein Auto kommt nicht hinauf. Google Maps

El Barchet

Curiglia, Via Leonardo da Vinci 1 – unten im Tal
Unten in Curiglia, in der Nähe der Talstation. Gnocchi und Wild mit Polenta, sehr viele Gäste über die Jahre. Die praktische Lösung, wenn die Seilbahn schon steht oder die Beine nicht mehr wollen. Google Maps

Valtravaglia und Tronzano

Südlich und westlich, auf den Höhen zwischen Luino und dem Valtravaglia. Alles mit dem Auto in zwanzig bis dreißig Minuten ab Maccagno.

Agriturismo Cascina Volpi

Montegrino Valtravaglia, Via Martiri di S. Martino 50 – Hofküche
Alles aus eigener Herstellung: Rindfleisch vom eigenen Hof, Salami, Gemüse aus dem eigenen Anbau, Pasta von Hand. Pizzoccheri und Tagliatelle werden regelmäßig genannt. Der Ton des Hauses ist rustikal, das Essen unbestritten. Montags geschlossen, Reservierung ist Pflicht: 0332 576 408. Im Buch stand Cascina Volpe – der Hof heißt Volpi. Google Maps

Agriturismo Il Torchio

Montegrino Valtravaglia, Fraz. Riviera, Via Margorabbia 33 – Agriturismo
Sehr viele zufriedene Gäste, aber nur an wenigen Tagen geöffnet – nach allem, was wir finden konnten, freitagabends, samstags und sonntagmittags. Verlass dich nicht darauf, ruf an: 0332 575 419. Google Maps

La Pometa

Montegrino Valtravaglia, Via Fabiasco 3bis – regionale Küche
Einfach und sehr gut, in schön hergerichteten Räumen, mit Produkten aus der Gegend. Über fünfhundert Gästestimmen und gut ausgeschildert – eine der unkompliziertesten Adressen hier oben. Google Maps

Mazzardit Restaurant & Lounge Club

Tronzano Lago Maggiore, Via Europa 1 – gehobene Küche mit Grill
Früher als Grotto Mazzardit bekannt, heute deutlich moderner aufgestellt: gehobene italienische Küche, Fisch und Grill, Lounge-Betrieb. Der Ort für alle, die oben in den Bergen keine Polenta wollen. Die Bewertungen fallen unterschiedlich aus, das Haus ist trotzdem die Nummer eins seines Orts. Google Maps

Was du übers Hinterland wissen solltest

  • Wir bekommen von keinem dieser Lokale Geld. Keine Provision, keine Kooperation, keine Gegenleistung.
  • Die Seilbahn nach Monteviasco fährt wieder. Seit dem 10. August 2025, nach fast sieben Jahren Stillstand; seit März 2026 an sechs Tagen die Woche. Betrieben wird sie von der Mailänder ATM zusammen mit einem regionalen Partner. Prüf den aktuellen Fahrplan, bevor du fährst – und plan die letzte Talfahrt mit ein.
  • Ohne Seilbahn führt nur die Treppe hinauf, rund 1.400 Stufen von Ponte di Piero. Das ist ein Aufstieg, keine Wanderung – festes Schuhwerk, Wasser, und nicht in der Mittagshitze.
  • Ruhetage, soweit bekannt: Smeraldo und Rifugio Forcora dienstags, Cascina Volpi montags. Das Smeraldo macht zusätzlich zwischen November und Januar eine variable Winterpause.
  • Öffnungszeiten sind hier oben unzuverlässiger als unten. Mehrere Häuser öffnen nur am Wochenende, manche nur nach Voranmeldung, und was im Internet steht, stammt oft von Portalen statt vom Wirt. Ein Anruf spart die Fahrt.
  • Die Straßen sind eng und kurvig. Zum Passo Forcora und nach Curiglia geht es in Serpentinen hinauf; mit dem Wohnmobil ist das kein Vergnügen. Im Winter kann oben Schnee liegen, während unten am See noch die Sonne scheint.
  • Nimm etwas mit nach unten. Die Fattoria Roccolo verkauft eigenen Käse, mehrere Höfe geben Salami und Eingemachtes ab. Frag im Lokal danach, auf der Karte steht es meistens nicht.

Häufige Fragen zum Hinterland

Fährt die Seilbahn nach Monteviasco wieder?

Ja. Sie stand nach einem tödlichen Unfall im November 2018 fast sieben Jahre still und ist am 10. August 2025 wieder in Betrieb gegangen. Seit März 2026 fährt sie an sechs Tagen die Woche; betrieben wird sie von der Mailänder Verkehrsgesellschaft ATM mit einem regionalen Partner. Prüf vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan und die letzte Talfahrt.

Wie kommt man ohne Seilbahn nach Monteviasco?

Zu Fuß über den historischen Treppenweg ab Ponte di Piero, rund 1.400 Stufen. Eine Straße gibt es nicht – Monteviasco ist eines der wenigen autofreien Dörfer Italiens. Der Aufstieg dauert je nach Kondition ein bis zwei Stunden und will vorbereitet sein.

Wo isst man oberhalb von Maccagno gut?

Am Passo Forcora im Rifugio Forcora auf 1.179 Metern, mit Polenta und Wild, dienstags geschlossen. In Dumenza im Ristorante Smeraldo, der bestbewerteten Adresse des Hinterlands, mit Wild, Pilzen und Perlhuhn im Tonmantel. Und in Armio in der Bar Trattoria Saredi, dem einzigen Lokal im Val Veddasca.

Gibt es Agriturismi in der Nähe von Maccagno?

Ja, mehrere. Die Fattoria Roccolo bei Dumenza auf 900 Metern mit eigener Käserei, die Cascina Volpi in Montegrino Valtravaglia mit eigenem Rindfleisch und selbstgemachter Pasta, und das Agriturismo Il Torchio ebenfalls in Montegrino. Bei allen dreien gilt: vorher anrufen, die Öffnungstage sind begrenzt.

Wie weit ist es von THE CAMP in die Berge?

Kurz. Zum Lago Delio über Maccagno sind es rund zwanzig Minuten mit dem Auto, zum Passo Forcora etwa dreißig, nach Dumenza und Montegrino Valtravaglia je nach Ziel zwanzig bis dreißig. Die Straßen sind eng und kurvig, rechne mit mehr Zeit als die Kilometerzahl vermuten lässt.

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